Am 6. Oktober waren wir als ENGENO zu Gast bei der 2. Berliner Konferenz für Bürgerlichen Klimaschutz des Heimatwurzeln e.V. im Allianz Forum am Pariser Platz. Vor Ort vertreten waren wir durch Eckhard Vogelsang (1. Vorsitzender), Tom Schröder (Kommunikation), Georg Petau (Technik) und Günter Steinhoff (Kommunikation und Technik). Den Abschluss des Abends bildete die erstmalige Verleihung des Zukunftspreises Deutsche Energie. Wir freuen uns, dass wir in der Kategorie Gesellschaft den dritten Platz belegt haben.

Ein Abend im Zeichen des Klimaschutzes vor Ort

Das Programm drehte sich um die Frage, wie Klimaschutz gelingen kann, wenn er die Lebensrealität der Menschen im Blick behält. Franziska Hoppermann, MdB und Generalsekretärin der CDU Deutschlands, eröffnete mit einem Impuls zum Klimaschutz als Grundanliegen. In der anschließenden Paneldiskussion sprachen Thomas Kübler, Dr. Florens Mayer von Civey und Matthias Schöneich, Stadtrat in Görlitz, über neue Perspektiven auf den Klimaschutz.

Heimatwurzeln. Zukunftspreis Energie am 6. Oktober 2026 im Allianz Forum Berlin. Fotografie: FrankNuernberger.de.

Till Skudelny von DoppelErnte zeigte danach am Beispiel der Agri-Photovoltaik, wie Energieversorgung und Klimaschutz zusammengehen: Auf denselben Flächen wachsen Feldfrüchte und entsteht Solarstrom. Besonders spannend fanden wir das vorgestellte Beteiligungsmodell. 75 Prozent der Erlöse gehen an den Landwirt, die übrigen 25 Prozent an eine lokale Bürgerenergiegenossenschaft. So profitiert die Region direkt von der Wertschöpfung, ein Gedanke, der uns als Genossenschaft sehr vertraut ist.

Austausch mit Till Skudelny von DoppelErnte.

Besonders hängen geblieben ist uns außerdem die Einschätzung von Dr. Florens Mayer: Das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in den Klimaschutz ist auf kommunaler Ebene am größten und nimmt auf Landes- und Bundesebene immer weiter ab. Für uns als Bürgerenergiegenossenschaft ist das eine Bestätigung: Was vor Ort entsteht, wird auch vor Ort getragen. Gerade Bürgerinitiativen und Energiegenossenschaften können Klimaschutz dort gestalten, wo das Vertrauen am größten ist, und die Menschen direkt beteiligen.

Austausch und Vernetzung

Mindestens genauso wertvoll wie die Auszeichnung waren für uns die Gespräche mit den anderen Finalisten. Ihre Projekte kommen aus ganz Deutschland und zeigen auf ganz unterschiedliche Weise, was konkretes Machen vor Ort bedeutet. Wir haben viele Gleichgesinnte kennengelernt, Erfahrungen ausgetauscht und neue Kontakte geknüpft.

Wir bedanken uns beim Heimatwurzeln e.V. für die Einladung und die Ausrichtung des Abends. Ein besonderer Dank gilt allen Mitgliedern und Unterstützern der ENGENO. Ohne sie gäbe es dieses Engagement nicht.

Unsere Pressemitteilung zu der Veranstaltung ist hier abrufbar: Pressemitteilung ENGENO

Fotos: Frank Nürnberger

#